Gitarrenabend auf der Terrasse
Wie schön waren doch die Jahre, als man noch durchs Land trampen konnte, nur mit einem Schlafsack und einer Gitarre im Gepäck und sich dann am Abend mit anderen ums Lagerfeuer versammelte und gemeinsam zu den Klängen der Klampfe sang oder einfach nur zuhörte und träumte. Wo sind sie nur hin, diese romantischen und wilden Jahre?
Gitarrenabende begeistern
Diese Erinnerungen kommen vielen, zum Beispiel aus Anlass eines Klassentreffens, so dass bei diesen und ähnlichen Gelegenheiten spontan noch einmal ein solcher Lagerfeuer-Gitarren-Abend veranstaltet wird. Zwar haben nur wenige ihre alten Gitarren aufgehoben oder gar auch das Gitarrenspiel weiter geübt, doch einer reicht, der es noch einigermaßen beherrscht – und schon kann’s losgehen. Ein geeigneter Ort dafür ist meist schnell gefunden: der kleine, gemütliche Garten eines Schulkameraden am Rande des Dorfes, wo niemand gestört wird und die Wiese groß genug ist, um dort Zelte zum Übernachten aufzustellen. Von dieser Idee lassen sich viele begeistern, auch wenn es schon einige Zeit her ist, dass sie in Schlafsäcken auf dem Boden geschlafen haben. Zum Glück lassen sich aber in so einer Gartenhütte noch ein paar alte Matratzen auslegen, auf die man zur Not ausweichen kann.
Bis zum Morgengrauen
So geschehen bei einem Klassentreffen in der Lüneburger Heide: Man traf sich im Garten, stellte die Zelte auf, sammelte Holz fürs Lagerfeuer und besorgte reichlich Getränke und Steaks zum Grillen. Doch leider fing es am Abend an in Strömen zu regnen, so dass sich die versammelte Runde erst einmal unter die Terrassenüberdachung zurückziehen musste. Als auch nach zwei Stunden der Regen nicht nachließ, fuhren die meisten wieder nach Hause, doch dann wurde es erst so richtig gemütlich. Man sammelte kurzerhand alle vorhandenen Kerzen zusammen und stellte sie in der Mitte der Terrasse auf. Es waren so ca. 30 Stück, die recht bald so etwas wie Lagerfeuerromantik aufkommen ließen. Alle anderen Lampen wurden ausgeschaltet, einzig auf der Toilette durfte noch eine Kerze als Leuchtmittel brennen. Man spielte, sang und trank die ganze Nacht hindurch, und da ja auch genügend zu Trinken da war, gab es keinen Grund, vor dem Morgengrauen aufzuhören. Erst als die letzte Kerze niedergebrannt war, zogen sich die letzten zum Schlafen in die Zelte und in die Gartenhütte zurück.
Auch wenn der Lagerfeuerabend nicht ganz so verlaufen war, wie es sich alle Beteiligten ursprünglich vorgestellt hatten, wollen sie den einzigartigen und doch altvertrauten Event nun jedes Jahr wiederholen.
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